Liam Howlett: „Mich langweilen große Zusammenarbeiten“


In einem weiteren Interview mit der englischen NME zeigt sich der Prodigymastermind Liam Howlett von großen Zusammenarbeiten eher gelangweilt. Nachdem The Prodigy in der Vergangenheit der ein oder anderen Zusammenarbeit nicht gänzlich abgeneigt waren, hält die Band bei den Arbeiten zum neuen Album „How To Steal A Jet Fighter“ den Ball eher wieder flacher. Howlett schließt Zusammenarbeiten mit anderen Künstlern zwar nicht kategorisch aus, doch die ganz großen Namen der Branche, wie zuletzt X-Nirvana und FooFigher Frontderwisch Dave Grohl, wird man wohl vergebends auf dem Booklet des neuen Albums finden. Dafür konzentriert sich Howlett wie zuletzt geschehen, mehr auf die Zusammenarbeit mit seinen beiden Bandkollegen Keith Flint und Maxim und setzt hier auf deutlich mehr Engagement der beiden.

Sie [Keith und Maxim] waren mit mir im Studio. Auch wenn sie nicht jeden Tag an den Texten basteln, so kommen sie doch an ein paar Tagen in der Woche in das Studio, hören sich die neuen Sachen an und sprechen darüber. Ich habe in der Vergangenheit den Fehler gemacht, nicht bei der letzten Scheibe [Invaders Must Die, 2009], ihnen immer fertige Songs abzuliefern.

Auch wenn „How To Steal A Jet Fighter„, so der aktuelle Arbeitstitel des neuen Albums, wieder ein Bandalbum wird, das vermehrt in Zusammenarbeit mit den 3 Bandmitgliedern entsteht, möchte Howlett doch nicht gänzlich auf äußere Einflüsse verzichten wollen und räumt für einige „Produktionsstadien“ die ein oder andere Zusammenarbeiten ein. Dann aber nur mit eher unbekannteren Künstlern.

Für mich persönlich ist dieser Schritt – weg von den großen Zusammenarbeiten – eher folgerichtig und durchaus positiv. Lesen und laßen sich die großen Namen im Zusammenhang mit The Prodigy zwar immer gut, doch konnten die Ergebnisse sich nie mit den großen Erwartungen messen. The Prodigy brauchen im Fazit keine Aufhänger und kein schmückendes Beiwerk. The Prodigy waren immer gut und großartig, wenn sie sich auf ihre eigenen Stärken verlassen haben und konnten oder die Coops auf einem eher niedrigen Level gehalten haben. Sicher – ein wenig Salz in der Suppe schadet nie und „Their Law“ wäre ohne Pop Will Eat Itself oder „Smack My Bitch up“ ohne Kool Keith nicht das worüber man sich heute noch unterhalten müsste. Im Gegenzug sind die großartigen und umjubelten Zusammenarbeiten, wie mit Howlett’s Schwager Liam Gallagher dann doch der Rede nicht mehr wert.

The Prodigy wollen ihr neues Album „How To Steal A Jet Fighter“ erstmals Anfang Juni auf dem Download im englischen Donnington präsentieren. Ein Release der Scheibe ist zwar noch für das laufende Jahr angekündigt wurden, doch mehren sich aktuell die Zeichen dafür, dass The Prodigy das nunmehr 6. Studioalbum erst Anfang 2013 in den Handel bringen werden. Die Band kommt in diesem Jahr für ein einziges Konzert nach Deutschland. Auf dem SonneMondSterne präsentiert sich The Prodigy dann exklusiv dem deutschen Publikum.

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